Digitale Weiterbildung im DACH-Raum & Frankreich: 5 Tipps
Eine gute Personalentwicklung ist für Unternehmen heute entscheidend. Von ihr hängt es schließlich ab, wie gut wichtige Fähigkeiten gezielt aufgebaut werden können. Kontinuierliche Fortbildungsmaßnahmen kosten jedoch. Und sie wollen organisiert werden. Aus gutem Grund stellen viele Betriebe deshalb eine digitale Weiterbildung auf die Beine. Wer die richtige Infrastruktur aufbaut, kann diese langfristig nutzen. Aber worauf sollte man dabei im DACH-Raum und in Frankreich achten?
2. Weiterbildung braucht eine gute technische Infrastruktur
3. Vorteile der administrativen Abwicklung und Nutzung
4. Best Practice im DACH-Raum zur Inspiration nutzen
5. Virtuelle Trainings und Präsenztreffen kombinieren

Moderne Weiterbildungsprogramme übertragen nicht den klassischen Weiterbildungskanon in eine digitale Ablage. Sie können und sollten deutlich mehr leisten: Richtig organisiert können sie den Mitarbeitern ein flexibles und unterhaltsameres Lernen ermöglichen.
Auf jeden Fall sollten sie an die konkreten Bedarfe des einzelnen Unternehmens angepasst werden. Im Idealfall wird eine individuellere Lernbegleitung des einzelnen Nutzers möglich. Das Ergebnis dieser Umstellung ist ein Lernen, das Spaß macht und Sachwissen langfristig im Gedächtnis verankert. Ein Lernen, das gleichzeitig mehr Flexibilität bietet.
Auf diese Dinge sollten Weiterbildungsprogramme achten:
- zeitlich flexible Nutzung der virtuellen Lerneinheiten
- übersichtliche Plattform und gute Nutzbarkeit am Smartphone
- spielerische Lernprogramme mit Gamification-Effekt
- Abstimmung der Weiterbildung auf Wünsche der Beschäftigten
- verschiedene Angebote für unterschiedliche Lerntypen anbieten
Empfehlenswert ist ein gut organisiertes Learning Management System. Eine professionelle LMS-Plattform stellt die Infrastruktur dar, über die passgenaue Inhalte einfach bereitgestellt werden können.
Dabei kann das Unternehmen die unterschiedlichsten Angebote auf der gleichen Basis anbieten. Nutzer müssen sich beim Einstieg mit der Plattform vertraut machen. Anschließend lässt sie sich kontinuierlich nutzen.
Wichtig zu wissen an der Stelle: Die neuen Plattformen geben einerseits die Möglichkeit für virtuelle Kurse. Und sie bilden zugleich Brücken zum interaktiven Austausch. Sogar ein Austausch mit smarten Dialogassistenten kommt in manchen betrieblichen Weiterbildungen zum Einsatz.
An der Stelle sollten Personalabteilungen darauf achten, dass geschulte Fachkräfte ein Auge auf die Fragen der Mitarbeiter haben. Die Nutzer müssen darauf zählen können, dass ihnen auf wichtige Fragen echte Menschen eine Antwort geben.
Im Vergleich mit dem klassischen Modell sollte ihnen die digitale Weiterbildung mehr Mentoring bieten und nicht weniger.
Auch administrativ ändert sich einiges:
Auf der einen Seite machen spielerische Weiterbildungen Spaß. Zum Beispiel mit kleinen Belohnungen für die anhaltende "Streak" oder eine Punktezahl, über die man sich messen kann.
Auf der anderen Seite können Nutzungszeiten vom System gespeichert werden. Es gibt somit einen Beleg und eine Dokumentation zur Weiterbildungszeit. Und diese Dokumentation läuft automatisch, ohne dass die Personalabteilung einen Zusatzaufwand hätte.
Was wiederum für die Mitarbeiter noch wichtiger ist: Sie können kleine Wartezeiten im Alltag für ihre Weiterbildungsfortschritte nutzen. So wird aus leerer Zeit eine produktiv genutzte Zeit.
Möglich wird das mit den richtigen Voraussetzungen: Die virtuellen Lernangebote sollten kleine Lernportionen bieten. Einheiten, die man in 15-20 Minuten sinnvoll absolvieren kann.
Von der Art, wie viele Sprachlern-Apps Microlearning nutzen, kann die berufliche Weiterbildung sich eine Scheibe abschneiden. In einigen Betrieben gibt es kleine Belohnungen für die besten Ergebnisse bei Weiterbildungsspielen.
Ähnlich wie bei Sprachlern-Apps müssen solche Belohnungen nicht teuer sein. Oft ist es schon motivierend, wenn es virtuelle Abzeichen für ein bestimmtes Lern-Level gibt.
Virtuelle Weiterbildungen haben den Vorteil, dass sie einmal erstellt werden müssen und anschließend unbegrenzt nutzbar sind. Es lohnt sich daher, Zeit in den Aufbau und die inhaltliche Ausrichtung zu investieren.
Dabei kann es sich lohnen, sich im digitalen Weiterbildungsbereich der Branche umzusehen. Nicht überall steht Deutschland in diesen digitalen Fortbildungen an erster Stelle, deshalb lohnt sich der Blick in andere Länder. Im deutschsprachigen DACH-Bereich und im Nachbarland Frankreich können auch internationale Best Practice Beispiele die Inspiration geben.
Neben Berufsverbänden stellen mittlerweile Institutionen wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gezielt Hinweise auf gute Praxisbeispiele zur Verfügung. Wer die nötige Inspiration gefunden hat, die ihn anspricht, kann Beispiele im zweiten Schritt an den konkreten Unternehmensbedarf anpassen.
Auch ein Austausch mit externen Beratern und Coaches kann in der Entwicklungsphase hilfreich sein. Mancher Betrieb gibt die Entwicklung einer eigenen Weiterbildungs-App in Auftrag. Die Kosten für die Programmierung sind nicht mehr so hoch, wie noch vor Jahren.
Wo es eine Vorstellung zu den Modulen und fertige Lerninhalte gibt, hält sich der Aufwand für die technische Umsetzung in Grenzen. Eine schöne App mit Firmenlogo und lustigen Gaming-Optionen kann sogar die Unternehmenskultur stärken.

Einen wichtigen Hinweis aus der Bildungswissenschaft sollten Betriebe beim Umsetzen noch beherzigen. Effektive digitale Bildung kombiniert virtuelle Lernangebote und individuelles Lernen mit einem persönlichen Austausch zwischen Menschen. Deshalb darf es nicht darum gehen, dass die komplette Weiterbildung rein virtuell stattfindet.
Die unterhaltsamen virtuellen Lernangebote sollten durch Onlineseminare oder durch Treffen mit Experten ergänzt werden. Bei diesen Treffen können Beschäftigte persönliche Fragen einbringen. Und sie lernen Experten mit einer eigenen Sicht auf die Dinge kennen.
Die Präsenztreffen gewährleisten, dass die Teilnehmer auch einen sozialen Austausch mit der Sache verbinden. Und der kann bewirken, dass wir uns Sachwissen länger merken.
Außerdem können Weiterbildner anhand der Stimmung im Raum erkennen, welche Probleme Mitarbeitern wirklich unter den Nägeln brennen. Und Hinweise darauf sind enorm nützlich für die Verbesserung des Weiterbildungsangebots.
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Olivier Geslin

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